Chronik Männergesang

Die Chronik des Männerchores

Der erste Chorleiter der „Sängerfreunde“ war Adam Hager, von Beruf Buchhalter. Er studierte die Lieder mit Hilfe einer Zither ein. In mühevoller Kleinarbeit wurden die Chorsätze, Stimme für Stimme, von den wenigen Notenkundigen in Hefte über-tragen, da gedruckte Literatur nicht vorhanden war. Gestützt auf gute kameradschaftliche Beziehungen und getragen von der Freude am Gesang entwickelte der Verein schon im ersten Jahr seines Bestehens eine rege Tätigkeit.

Wie das Protokoll berichtet, wurden zwei Heimkehrern aus der Gefangenschaft Ständchen dargebracht, bei zwei 80. Geburtstagen, zwei Silberhochzeiten, einer goldenen und bei fünf Hochzeiten war der Chor zu hören.

Als Adam Hager gestorben war, übernahm Oberlehrer Hans Rösch 1949 die Leitung des Chores. Bis zu seinem Tod im Jahre 1960 war seine Arbeit darauf ausgerichtet, die Leistungsfähigkeit der Sänger zu verbessern. Dann stand der Verein zum zweiten Mal in seiner noch jungen Geschichte ohne Chorleiter da.

Aber wieder fand sich ein Mann, der aus der misslichen Lage half. Friedrich Scheu, Hauptlehrer a.D. und damals schon 71-jäh-rig, brachte viel Erfahrung mit und arbeitete mit dem Chor, bis ihn sein Sohn Werner Scheu 1961 ablöste.

Mit dem neuen Dirigenten kam auch ein neuer Vorstand. Hans Reizammer arbeitete ebenso engagiert wie sein Vorgänger und konnte manch schwieriges Problem meistern. So auch dieses, als 1966 der Chorleiter aus beruflichen Gründen weitab versetzt wurde. Kurzerhand zeigte Georg Latteier Bereitschaft zu einem Lehrgang auf Burg Feuerstein, und leitete den Chor bis 1968.

Der Chor steht heute (für einen Männer-chor) recht gut da und hat einen Leistungs-stand erreicht, der innerhalb der Aurach-Zenn-Gruppe und im Sängerkreis Fürth, denen er seit 1950 zugehört, Beachtung findet. Derzeit sind wir mit etwa 30 aktiven Sängern besetzt.

Neue, vor allem jüngere, Mitsänger konnten in den letzen Jahren dazugewonnen werden. Bedingt durch diese „Neueinstellungen“ und Umbesetzungen im Chor muss durch inten-sive Probenarbeit versucht werden dem vorauseilenden Ruf wieder gerecht zu werden.

Der Wirkungsbereich des Chores ist recht vielseitig. Er singt bei Jubiläen, bei Geburts- tagen und kommunalen Veranstaltungen. Darüber hinaus werden Gottesdienste mitgestaltet, den Altenheimbewohnern Freude durch das Singen gebracht Der Chor ist auf Sängerfesten vertreten und singt mit größeren Chorgemeinschaften. Man kann daraus ersehen, dass sich das Liedgut nicht nur auf das Volkslied beschränkt, sondern auch moderne Vokalmusik zum festen Repertoire zählt.

Die herausragenden Ereignisse unseres Vereins sind die Liederabende zu den „runden“ Jubiläen, bei denen langjährige Mitglieder im würdigen Rahmen geehrt werden.

Besonders erwähnt sei hier: im Mai 1973 fand ein Chorkonzert anlässlich des 25-jäh-rigen Bestehens in der Konferenzhalle der Diakonie-Gemeinschaft statt, bei dem auch das Ingolstädter Kammerorchester mit-wirkte. Weiterhin konnte man als „Silcher-Chor“ bei den Fürther Chorkonzerten einen beachtlichen Erfolg verzeichnen.

Im Jahr 1997 gaben wir unser „Debüt auf internationaler Ebene“. Bei einer Fahrt zu unserer Partnergemeinde Castelnuovo Berardenga in der Toskana boten wir einen Auszug unseres Repertoires den italienischen Gastgebern dar.

Das Chorkonzert zum 50-jährigen Vereins-jubiläum 1998 in der Konferenzhalle war ein weiterer Höhepunkt im chorischen Wirken. Als Gäste und Mitwirkende waren der Kirchenchor der örtlichen St.Wolfgang-Gemeinde und das Blechbläserquartett „Blechquadrat“ dabei. Auch hier gab es großes Lob für diese Veranstaltung.

Eine besinnliche Feierstunde zum 70. Geburtstag unseres Chorleiters Werner Scheu in der St.Wolfgangskirche und anschließendem Stehempfang beim „Schmotzer“ hatte der Gesangverein im Februar 2009 eingeladen.

Diese Feierstunde gestaltete neben dem Männerchor auch der Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Supguth mit. Ein besonderes „Highlight“ war der große gemischte Chor (Kirchenchor und Männerchor) mit einer Bach-Kantate und mit Instrumentalbegleitung (Sabine Supguth, Klavier, und Judith Supguth, Violine und Klavier). Die Laudationes hoben alle das besondere Engagement des Chorleiters für den Verein hervor.

Beim anschließenden Stehempfang im geschmückten Schmotzer-Saal gab es dann noch Bilder aus frühen und neueren Zeiten.

Die Geschwister Supguth (Klavier und Violine) unterhielten die Gäste noch mit Melodien aus dem Musical „Cats“.

Das 50. Chorleiter-Jubiläum im Jahr 2011 von Chorleiter Werner Scheu war wiederum eine schöne Sache. Neben dem Männerchor brachte wieder der „große“ gemischte Chor mit dem Kirchenchor, sowie der Gospelchor aus Seukendorf seine Glückwünsche dar. In kurzen Ansprachen wurde das langjährige Engagement des Chorleiters gewürdigt.

Zum 70-jährigen Jubiläum gab es im Frühjahr ein extra Jubiläums-Konzert mit befreundeten Chören und der Soprnistin Cornelia Götz und der Pianistin Ula Bondyr (hier Bilder1 und Bilder2 dazu). Im Herbst, zum Gründungstag, folgte ein Jubiläumsabend mit Ehrungen vieler langjähriger Mitglieder. Mit einem bunten Programm der Theatergruppe und einer Tanzeinlage des vereinseigenen Männer-balletts, sowie einer 70er-Jahre-Party wurde das Ereignis gebührend gefeiert (hier Text und Bilder dazu).

 

Chronik Gesangverein Saenger als PDF